Durch
Krieg und eine politische Intrige wurde er
verbannt, in die südliche Provinz Hunan am
Fluss Miluo.
Aus
lauter Gram und Kummer über sein verlorenes geliebtes Vaterland ertränkte
Chü Jang sich im Fluss. Die Fischer dort wollten ihn retten, sprangen
in ihre Boote, die immer mit bunten aus Holz geschnitzten Glücks-Drachenköpfen
verziert waren und paddelten los. Vergeblich, die Kräfte ließen bald
nach und so konnte man Chü Jang nicht retten. Seither trainierten die
Fischer Jahr ein Jahr aus in ihren Drachenboote um die Muskeln zu stärken.
Durch dieses tragische Ereignis sind vor
vielen
Jahren die traditionellen Drachenboot-Rennen entstanden.
Die
Entwicklung vom Brauch zum Wettbewerb erfolgte schon relativ früh:
Bereits während der Sui-Dynastie
(581 - 618) und Tang-Dynastie (618 - 907) gab es feste Termine für
die Wettkämpfe, es existierten Regeln,
und es gab Orte, an denen die Rennen zu Großveranstaltungen wurden.
Später breiteten sich die Drachenbootrennen auch in anderen
asiatischen Staaten aus.
Doch
es dauerte bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts, bis die
Drachenbootrennen ein internationaler Sport wurden. 1976 wurde in
Hongkong das erste internationale Festival veranstaltet, das erste
europäische Drachenboot-Rennen gab es vier Jahre später in London.
In kürzester Zeit entwickelte sich das Drachenbootrennen zu einer der
Sportarten, die weltweit das größte Wachstum zu verzeichnen haben.
Sie wird inzwischen in über 40 Ländern ausgeübt - seit 1989 auch in
Deutschland. Damals wurde in Hamburg anlässlich des 800.
Hafengeburtstages das erste deutsche Drachenbootrennen ausgetragen.
Die Verbände der einzelnen Länder sind in der European Dragon Boat
Federation und der International Dragon Boat Federation
zusammengeschlossen. Es gibt international zahlreiche Festivals und
alle zwei Jahre Europameisterschaften und Weltmeisterschaften.
Chü
Jang, der große Dichter aus China wird auch heute noch sehr verehrt.
zurück